Presseartikel

Sägewerk Weber:

Jahrbuch 2017

Zehnter „Geburtstag“ des Obrigheimer Heimatmuseums

Der rührige Obrigheimer Heimatverein hatte zu diesem Jubiläum eingeladen, zu dem der sichtlich erfreute Vorsitzende Karl Heinz Neser so viele Gäste begrüßen konnte, dass das Fassungsvermögen der Museumsräume an seine Grenzen kam.



Sein Gruß galt Bürgermeister Achim Walter und den anwesenden Gemeinderäten und all denen, die wirklich tatkräftig mitgewirkt hatten, dass das Museum entstehen konnte. Roland Lauer, der frühere Bürgermeister und Initiator bei der Gründung des Heimatvereins und der Errichtung des Museums ließ durch Neser Grüße und Glückwünsche zum Jubiläum ausrichten. Die Grüße Nesers galten auch den Frauen und Männern, die als Gründungsmitglieder dem Heimatverein noch heute die Treue halten. Ein besonders herzliches Willkommen galt dem Ehrenvorsitzenden Gustav Wagenbach, dem es als dem damaligen Vorsitzenden zusammen mit seinen Mitstreitern gelang, im ehemaligen Haus Dorn ein Heimatmuseum zu errichten.

Neser führte aus, dass das Museum eine wichtige kommunale Einrichtung sei, die sich der Heimatkunde verschrieben habe. Die Konzeption des Museums beinhalte sowohl Dauer- als auch Wechselausstellungen, die zu mehr als einem einmaligen Besuch animieren sollen. Bis zum zehnjährigen Jubiläum haben 5700 Besucher diese Ausstellungen gesehen, „eine für ein ehrenamtlich betriebenes Heimatmuseum große Zahl“ (Neser). Mit insgesamt 32 Ausstellungen wurde ein „unverzichtbarer Beitrag zur Geschichtsdarstellung der Gemeinde geleistet“. Neser sprach seinen ausdrücklichen Dank dafür Gustav Wagenbach, Werner Weis und ihren Mitstreitern der ersten Stunde aus. Gelungene Museumsarbeit sei darüber hinaus auch außerhalb des Gebäudes zu verzeichnen: die Gedenktafel für Heimatvertriebene und Flüchtlinge, der restaurierte Kalkofen oder der QR-Code und die Homepage des Heimatvereins.

Gustav Wagenbach, damaliger Vorsitzender und heutiger Ehrenvorsitzender des Obrigheimer Heimatvereins, zeigte in seiner Rede die Stationen bis zur Eröffnung des Museums im Oktober vor 10 Jahren auf. Der 1997 gegründete Heimatverein habe sich der Heimatkunde und -geschichte mit der Herausgabe des Jahrbuchs „Obrigheim – gestern und heute“ und anderer Veröffentlichungen verschrieben. Darüber hinaus sei das Sammeln von Dokumenten und historischen Gebrauchsgegenständen eines der selbst gesteckten Vereinsziele. Nach dem Tode von Else Dorn habe die Gemeinde ihr Anwesen übernommen, in dem sich das Museum nach einer grundlegenden und äußerst mühevollen Sanierung durch die Mitglieder des Heimatvereins heute befindet. Mit einem ungeahnten Engagement und unter Beachtung historischer und musealer Aspekte habe man von April 2003 bis Oktober 2005 rund 3345 Arbeitsstunden geleistet und so die Eröffnung des Museums, dessen Träger der Verein ist, ermöglicht. Wagenbach sagte, er sei auch heute noch diesen Mitstreitern dankbar für ihren unermüdlichen Einsatz. Trotz aller Widrigkeiten und Mühen „erinnere ich mich noch heute sehr gern an unsere gemeinsame Arbeitszeit“.

Bürgermeister Walter überbrachte seine Glückwünsche und die der Gemeinde zum 10-jährigen Bestehen des Heimatmuseums. Auch wenn es jetzt der Kindheit entronnen sei, wolle er es auch auf seinem weiteren Wege wohlwollend begleiten. Er freue sich, dass es mit der Errichtung des Museums vor nun 10 Jahren gelungen sei, der Heimat ein Denkmal zu setzen. All denen, die sich diesem Thema und Vorhaben bis zum heutigen Tag in so vorbildlicher Weise angenommen haben, gelte es Dank und Anerkennung zu sagen. „Mit großem Engagement haben sie sich in jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit dafür eingesetzt, die Voraussetzungen für dieses Museum zu schaffen und es bis heute auch zu betreiben“. Es sei gelungen, das Museum in das Kulturleben einzubeziehen und ihm einen festen Platz in der Gemeinde zu verschaffen.


Bürgermeister Achim Walter (l.) zusammen mit Gustav Wagenbach, Karl Heinz Neser, Johanna Weis, Ingolf Briesen, Else Kellenberger und Werner Weis bei der Feier des 10-jährigen Bestehens des Obrigheimer Heimatmuseums.                                                                                                                
Claus-Peter Jordan